Über mich

Hi, ich bin Marc

Shibari ist für mich weit mehr als eine Technik. Es ist Vertrauen, Kommunikation und gegenseitiger Respekt. Meine Fotografien entstehen gemeinsam mit den Menschen vor der Kamera und konzentrieren sich auf echte Momente statt auf Inszenierung.

Ich arbeite reduziert, ruhig und zeitlos. Licht, Körper und Seil stehen im Mittelpunkt. Jedes Bild soll Raum zum Betrachten schaffen.

Porträt von Marc Monien
Beispiel einer fotografischen Arbeit von Marc

Fotografie

Fotografischer Werdegang

Meine Begeisterung für Fotografie begann früh. Mit sieben Jahren bekam ich eine analoge Kamera meines Vaters in die Hände und war sofort fasziniert davon, Momente aus meiner eigenen Perspektive festhalten zu können. Mit 14 durfte ich mir seine DSLR ausleihen, bevor ich mir mit 18 schließlich meine erste eigene Ausrüstung kaufte. Nach einer mehrjährigen Pause fand ich Mitte zwanzig wieder zurück zur Kamera – und seitdem ist die Fotografie ein fester Teil meines Lebens.

Angefangen hat alles mit der Landschaftsfotografie. Nach einem kurzen Abstecher in die Architektur zog es mich schnell wieder zurück in die Natur. Später begann ich, meine Begeisterung für Astronomie mit der Fotografie zu verbinden. Gerade die Astrofotografie hat mich viel gelehrt: über Technik und Präzision, aber vor allem darüber, wie entscheidend Licht für ein Bild ist.

Während der Corona-Zeit entstand schließlich etwas Neues. Ich begann, Portraits zu fotografieren, las unzählige Bücher und probierte mich immer weiter im People-Bereich aus. Dabei merkte ich schnell, dass mich Menschen und die Möglichkeit, Emotionen sichtbar zu machen, auf eine ganz andere Weise faszinieren.

Eine weitere wichtige Station war meine Ausbildung zum Mediengestalter. Dadurch konnte ich meine bereits vorhandenen praktischen Fähigkeiten um wertvolle gestalterische und technische Inhalte ergänzen und meinen Blick für Bildkomposition, Gestaltung und visuelle Wirkung weiter schärfen. Vieles davon fließt heute ganz selbstverständlich in meine fotografische Arbeit ein.

Heute habe ich das Gefühl, dass all diese Stationen in meiner Shibari-Fotografie zusammenfinden: die Ruhe und Komposition der Landschaft, die technische Präzision der Astrofotografie und die Nähe, das Licht und die Emotion der Portraitfotografie. Hinzu kommt das gestalterische Verständnis, das ich während meiner Ausbildung weiter vertiefen konnte.

Vielleicht fasziniert sie mich genau deshalb so sehr. Sie fühlt sich für mich weniger wie eine weitere fotografische Richtung an, sondern vielmehr wie die Verbindung aus allem, was mich auf meinem bisherigen Weg geprägt hat.

Shibari

Meine Shibari-Reise und die ständige Suche nach dem „Warum“

Meine eigentliche Reise im Shibari begann im Mai 2023 bei Fukuro Shibari in Witten. Die Faszination war allerdings schon vorher da. Noch bevor ich selbst offiziell mit dem Lernen begann, beschäftigte ich mich intensiv mit dem Thema und stand bereits in engem Austausch mit meiner späteren Lehrerin. Dabei interessierte mich von Anfang an nicht nur, wie etwas gemacht wird, sondern vor allem, warum es auf eine bestimmte Weise gemacht wird.

In den folgenden Monaten absolvierte ich die sechs Module der Ausbildung und erreichte im Dezember meinen Alumni-Status. Danach wollte ich einige dieser Fragen aus einer anderen Perspektive betrachten: Für drei Module wechselte ich bewusst die Seite und ließ mich selbst fesseln. Ich wollte verstehen, wie sich das Seil tatsächlich anfühlt, warum Placement und Seilführung einen solchen Unterschied machen und wie sich die eigene Wahrnehmung innerhalb einer Fesselung verändert. Diese Erfahrung hat mein eigenes Fesseln nachhaltig geprägt und meine Sensibilität für den Menschen im Seil deutlich geschärft.

Nach meiner Ausbildung besuchte ich noch zwei weitere Workshops, um mein Wissen gezielt zu erweitern. Gleichzeitig wurde mir immer wichtiger, nicht möglichst viele neue Techniken und Patterns zu sammeln. Stattdessen möchte ich verstehen, warum etwas funktioniert, welche Zusammenhänge dahinterstehen und wie sich bereits Gelerntes weiter vertiefen lässt. Diese Suche nach dem „Warum“ begleitet mich deshalb bis heute bei meiner Entwicklung.

Genau darin liegt für mich ein großer Teil der Faszination: nicht immer mehr zu können, sondern das, was ich tue, immer besser zu verstehen.

Beispiel einer Shibari-Fotografie von Marc

Worte einer Wegbereiterin

„Wir kennen Marc seit Anfang 2023, also schon einige Zeit.

Neben einem sehr intensiven theoretischen Wissensaustausch hat er als Rigger seinen Alumnistatus in unserer Schule nach sechs Modulen erfolgreich erwerben können. Dann hat er für drei Module die Perspektive gewechselt um sich in der Sichtweise eines Modells anzunähern, was wir wirklich selten erleben aber sehr begrüßen!

Marc war etwas über zwei Jahre bei uns aktiver Schüler und hat an einem weiteren Workshop und zwei Einzelunterricht-Einheiten teilgenommen, um sein gut fundiertes Wissen weiter auzubauen. Als Rigger arbeitet er sehr präzise und gern eher in die Tiefe als in die Breite. Bei emotionale Sessions konnten wir leider noch nicht zusehen, aber auch hier würde ich ihm die nötige Feinfühligkeit unterstellen.

Wir erleben Marc als sehr verantwortungsbewussten und integeren Menschen, der immer auf das Wohlergehen seiner Modelle bedacht ist und mit einem hohen Interesse an Shibari als Kunst an sich. Menschlich mögen wir Marc persönlich gern und schätzen ihn für seine Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft.

Auch als Fotograf konnten wir ihn schon gewinnen, so dass er unsere Arbeit am Schauspielhaus Bochum für uns wunderbar dokumentieren konnte und auch zwei Übungssessions mit Modellen aus unserem Team hat er visuell festgehalten. Er fotografiert Shibari auf eine Art und Weise, die sofort zeigt dass er die Riggerperspektive gut kennt und einzuschätzen weiss, wie das zeitliche Fenster für bestimmte Fotos gestaltet ist, welche Perspektiven und Winkel hilfreich sind um das Modell gut einzufangen und wann man das beste Foto machen kann, um eine Stimmung zwischen den beiden agierenden Menschen festzuhalten. Das Video unseres Dojos auf unserer homepage wurde ebenfalls von ihm produziert.

An seinen eigenen Fotografien, mit seinen eigenen Fesselungen, an seinen Modellen erkennt man seine Handschrift noch deutlicher, das Spiel mit Licht und Schatten zeigt eine hohe Ästhetik. Wir würden ihn jederzeit wieder engagieren!“